Taping



Fitness ist wichtig und ein Lebensstil, der keineswegs nur Spitzensportler betrifft. Rund um den Globus haben die bunten Kinesio Tapes für Aufmerksamkeit gesorgt. Bereits seit mehreren Jahrzehnten gibt es diese Art von kinesiologischen Tapes. Die Behandlung mit dem Tape fand einst in Japan ihren Ursprung durch die kinesiologische Bewegungslehre. Mithilfe der traditionellen japanischen Heilkunde entwickelte der Chiropraktiker und Dr. Kenzo Kase vor mehr als drei Jahrzehnten die famose Kinesio-Taping-Methode. Diese Methode verfolgt das Ziel, die Beschwerden effektiv und zügig zu lindern, mithilfe der Nutzung des körpereigenen Heilungsprozesses des Patienten. Dr. Kenzo Kase entwickelte hierfür ein hautfreundliches Tape, das atmungsaktiv und zugleich sehr elastisch war. Die Klebebänder beim kinesiologischen Taping unterscheiden sich in ihrer Funktion, im Schnitt und Material sowie in der Größe und im Design. Die Tapes können auf den spezifischen Körperstellen angebracht werden. Sowohl im Bereich des Sportes als auch zu rein therapeutischen Zwecken werden die bunten Kinesio Tapes eingesetzt.

Kinesio Tape Gymnastik
Kinesio Tape in der Leichtathletik

Kinesio Tape hilft in vielen Bereichen

Die bunten Klebebänder sehen unglaublich schick aus. Doch es stellt sich die Frage, für wen und wofür die elastischen Klebebänder geeignet sind.

Besser als jeder Laser, Verband oder elektrische Massage. Die Tapes ... schienen besondere Kräfte zu haben. Jeden Morgen vor einer Etappe wurden wir getaped, an verschiedenen Stellen unseres Körpers ... am nächsten Tag waren die Schmerzen verschwunden.

- Lance Armstrong (Every Second Counts) -

Die Welt besteht nicht nur aus grandiosen Sportlern und dennoch können viele Menschen vom kinesiologischen Taping profitieren. Ihren Ruhm verdanken die Klebbänder der Welt der Trainer und Therapeuten sowie ihren Schützlingen, also den großen Stars im medialen Sport. Für Sportler eigen sich die Tapes aus vielerlei Gründen, speziell:

  • zur Erholungsförderung
  • zur Steigerung und zur Maximierung der Leistungsfähigkeit
  • zur Linderung bei Schmerzen (akut und chronisch)
  • zur Anwendung als Präventivmaßname
  • zur Bewegungsablaufoptimierung
  • zur Bewegungsumfangoptimierung
  • zur Reduzierung von Ödemen, bedingt durch Zerrung, Prellung und Supinationstrauma
  • zur Beschleunigung sowie Verbesserung von Maßnahmen während der Rehabilitation.

Sportler, die sich gezielt und gekonnt verkleben, sind fitter und nach Verletzungen schneller wieder auf den Beinen und einsatzbereit.

Auch Nichtsportler können sich die bunten Wunderklebebänder zunutze machen. Das Kleben sollte jedoch richtig und korrekt durchgeführt werden. Der Einsatz von Klebebändern bei Nichtsportlern erfolgt speziell bei:

  • der Reduzierung von Ödemen
  • der Reduzierung von Schwellungen
  • der Unterstützung und Verbesserung der Körperhaltung
  • der Anwendung für Beschwerden, die chronisch einzustufen sind
  • der Linderung von Rückenbeschwerden
  • der Behandlung von schmerzhaften Narbengeweben
  • der Linderung von Menstruationsbeschwerden
  • der Mobilitätsvergrößerung

Das Besondere am Kinesio Tape ist, dass es zu keiner Einschränkung der Muskulatur und Bewegungsfreiheit führt. Das elastische Kinesio Tape erzielt eine Wirkung, die schmerzlindernd und zudem anregend für die Durchblutung ist. Werden aus diversen Gründen bestimmte Muskelpartien nicht mehr belastet, dann folgt eine Rückbildung der betroffenen Muskeln. Sie müssen darum nach der klassischen Tape-Behandlung wieder mühsam aufgebaut werden. Die starren Tapes bedeuten für den aktive Sportler stets eine längere Auszeit. Mit den elastischen Kinesio Tapes hingegen kommt es auf die Muskeln bezogen nicht zu einer Einschränkung der Bewegungsfreiheit, welche den Heilungseffekt verlangsamt und zu Stauungen im Lymph- sowie Blutsystem führen kann. Die Bänder beim kinesiologischen Taping sind aber nicht nur elastisch, sondern auch schweißdurchlässig und wasserbeständig. Das Tape lässt sich ohne Probleme von der Haut abrollen bzw. lösen. Es hat außerdem eine Eigenspannung von ungefähr zehn Prozent, die Spannung kann je nach Bedarf auch bis auf 100 Prozent erweitert werden.

Kinesio Tape beim Fitness
Kinesio Tape Mario Balotelli

Das Tape stimuliert die sensorischen Nerven des unter der Haut liegenden Gewebes und die Nerven der Haut. Dadurch wirkt das fasziale Kinesio Tape und beeinflusst zugleich die Gehirnwahrnehmung, damit das Gehirn bestimmte Körperteilfunktionen unterstützt. Die Blutzirkulation wird in den getapten Bereichen durch das Tape verbessert. Das Taping kann durchaus als legales Doping gesehen werden, zumal die Schmerzen dank der Tape-Kompression auf dem verletzten Areal deutlich gelindert werden. Es erfolgt der magische Effekt, dass der Aktive oder der Patient durch das Taping die Schmerzen so gut wie kaum mehr spürt.

Die heilende Wirkung

Bei einer Vielzahl von Schmerzen und Verletzungen kann das Kinesio Tape eingesetzt werden. Das Taping kann ohne weiteres auch bei einer anderen Therapie begleitend angewandt werden. Die heilende Wirkung macht sich nicht nur in der Schmerzlinderung bemerkbar, sondern das Kleben kann auch den Genesungsprozess drastisch verkürzen. Die Wirksamkeit der bunten Klebebänder ist zwar wissenschaftlich noch nicht zur Gänze erklärt, doch die positive Entfaltung des kinesiologischen Tapings zeichnet sich vornehmlich bei Muskelverletzungen ab. Die Schmerzen können durch das Kleben gelindert werden, häufig wird es angewandt bei Überlastung, Faserrissen, Zerrungen und Entzündungen. Auch Gelenksverletzungen werden mit den bunten Klebebändern therapiert, günstig einsetzbar bei einer Schwellung, bei Instabilität und bei Entzündungen. Die Klebbänder werden auch bei Wassereinlagerung und bei Migräne erfolgreich verwendet. Bänderrisse werden mithilfe von Tapes schnell und effektiv geheilt. Das kinesiologische Tape wird insbesondere bei Sportverletzungen gerne auch als stützende Komponente verwendet, damit sich der angeschlagene Bereich besser schonen kann. Nicht selten werden mittelgroße Gelenke getapet, wie Ellenbogen- und Kniegelenke sowie Sprunggelenke. Viele Arthrose-Patienten werden getapet. Die Rückenschmerztherapien werden weitgehend durch die Klebebänder unterstützt, vor allem bei Instabilität oder Verspannungen. Tapes helfen bei einem Tennisarm gleichermaßen wie bei einer Achillessehnenreizung. Verspannungen im Nacken, Schultern oder Rücken können mit den Wunderklebebändern behandelt werden. Möchte ein passionierter Hobby-Marathonläufer präventive Maßnahmen gegen Krämpfe ergreifen, dann sollte er sich vor dem Lauf tapen lassen.

Schneller Heilungserfolg mittels elastischer Bänder

Der Therapeut legt die Klebezone fest und dann erfolgt das Auftragen der Tapes in Vordehnung. Der lädierte Körperteil wird anschließend in die Ausgangsposition gebraucht, wobei der Teil des Körpers vollkommen entspannt. Die Faltenbild entsteht somit ganz automatisch. Die Bildung von Falten ist ausschlaggebend und therapiert sozusagen den Körper, da die Durchblutung hierbei angeregt wird. Eine erleichterte Durchblutung sorgt dafür, dass sich das Gewebe maßgeblich regeneriert und somit fördert eine gute Durchblutung die Genesung. Theoretisch kann jeder schmerzbetroffene Körperbereich getapet werden. Das Tapen hilft all jenen, die an gewissen Körperstellen an akuten oder chronischen Schmerzen leiden. Aber erst durch den korrekten Gebrauch entfaltet sich die Wirkung der Tapes. Risiken birgt lediglich eine unsachgemäße Fixierung der Klebebänder, die mitunter zu Bewegungseinschränkungen und zu Schwellungen führen kann.

Der Patient oder Sportler spürt bereits nach kurzer Zeit eine deutliche Besserung. Die Kinesio-Taping-Behandlung führt, ohne es wissenschaftlich exakt nachweisen zu können, zu einer raschen Schmerzfreiheit bei den Betroffenen. Der Effekt des Klebens lässt sich durch Erfahrungsberichte belegen, denn durch den Kontakt der Nervenenden der Haut zum Tape werden die dünnen Schmerzfasern in der Muskulatur gehemmt. So können Leidende dank des Kinesio-Tapings mit akuten Schmerzen wie Schleudertrauma, Prellungen und Hexenschuss deutlich besser und umgehend schmerzfreier leben. Zwischen der Epidermis (Oberhaut) und der Dermis (Lederhaut) befinden sich die Schmerzsensoren, also ganz an den obersten Hautschichten. Das Blut fließt durch die Hautschichten schneller, sobald die Haut angehoben wird. In die verletzte Region gelangt dadurch das Blut schneller und eine tadellos funktionierende Durchblutung bedeutet eine schnellere Heilung. So kann die Heilung aufgrund der sogenannten „zweiten Haut“ schneller vorangehen. Die hautfreundlichen und fein gewebten Baumwollstreifen sind versehen mit einem sehr dünnen Film Acrylkleber. Das Resultat ist eine bessere Lebensqualität, da nicht nur einzelne Punkte am Körper getapet werden, sondern Bewegungen. Das bedeutet für kranke oder ältere Menschen, für den Durchschnittsbürger sowie für die Amateur- und Profisportler eine deutliche Verbesserung der gegebenen Schmerzsituation. Die Elastizität des Klebebandes bewirkt, dass bei jeder Bewegung das bestimmte, abgeklebte Hautareal sanft massiert wird. Der Lymph- und Blutfluss wird angeregt und dadurch heilen beispielsweise Entzündungen deutlich schneller ab.